Die Fragwürdigen

Alberta war lange einsam. Aber jetzt ist sie für sich.
Josefine ist nicht ganz dicht. Es ist ihr wichtig.
Rüdiger weiß nicht, was er mit sich anfangen soll. Hat jemand eine Idee?

Judith Kellers Texte in Die Fragwürdigen erzählen von Josefine und Alberta, von Alfonso und Pauline, Rüdiger und Frau Finsterwald und der anderen Kuh. Dabei verweisen sie – so wird gesagt – auf etwas, das ihnen vorausliegt. In ihrer allgemeinen Einsamkeit oder heimlichen Melancholie erhaschen sie einige Blicke auf so etwas wie bessere Tage, ihre Möglichkeiten oder auch eine Art von Klarheit, die ihnen niemand abnehmen kann.

Don't try to hit the right note. It has already been hit by a far-fetched woman and lies here in front of you, written down on small snippets, captivating and clear. Put them in, these snippets of sound and enter the game. We'll make up the rules as we go along.

Ausgestattet mit diesen Geschichten begeben wir uns in ein Spiel, dessen Regeln wir spielend verändern, das kaum noch play und beinahe schon game ist. Wir horchen den Klängen nach, die unter den Schnipseln von Texten lauern und leise zucken. Mit diesem Spiel schwindet die Bedeutung der Worte, die sich verwandeln in Musik. Wir betreten eine Landschaft, in der das Verstehen seinen Sinn verliert, hastig den musikalischen Raum durchwandert, um unverhofft neue Formen der Sinnhaftigkeit zu erblicken, als wären es bessere Tage.

PERFORMANCE, GESANG, E-BASS, PERCUSSION Kelsey Cotton, Hannah Gabor, Kristin Kuldkepp, Lola Mlačnik, Merle Regenbogen
REGIE Lisa Pottstock
DRAMATURGIE Johannes Schürmann
MUSIKALISCHE LEITUNG Felix Stachelhaus
BÜHNE und KOSTÜM Simone Ballüer
AUSSTATTUNGSASSISTENZ Sharon Engelhardt und Manu Funk
PRODUKTIONSLEITUNG Paula Rüdiger
TEXT von Judith Keller aus Die Fragwürdigen

2020, Innenhof Theaterakademie in der Hebebrandstraße, Hamburg